Pressemitteilungen 2025

ressemitteilung vom 20. Dezember 2025

Edeka-Neubau in Miersdorf – vergoldete Weihnachten für den Investor

An der Dorfaue im historischen Ortskern Zeuthen soll ein riesiger Wohn- und Geschäftshauskomplex gebaut werden: Drei Geschosse, 49 Klein-Wohnungen und ein gewaltiger Edeka soll der Koloss umfassen. Der Edeka hätte die größte Verkaufsfläche aller Lebensmittelmärkte in Zeuthen, noch größer als REWE. Die „Edeka-Mehrheit“ aus Bürger für Zeuthen, CDU, Die Linke sowie der Bürgermeister stimmten für den Bebauungsplan und machten so den Weg mit 15:8 Stimmen frei. Mehr als 1000 Unterschriften von Miersdorfer Einwohner*innen, gesammelt von einer Bürgerinitiative, eine Demonstration und eine Menge von kritischen und gut begründeten Stellungnahmen sowie mehrfache Wortbeiträge der Sprecherin Kerstin Bethke in der Gemeindevertreter-Sitzung bewirkten keine Bewegung. Ein maßstabsgetreues Modell der Bürgerinitiative hatte im Herbst die Miersdorfer*innen aufgeschreckt: Aus den Planunterlagen war plötzlich vorstellbar, was da kommen soll. 

„Gemeinsam mit der SPD und dem NABU haben wir GRÜNEN uns für den Erhalt der Feuchtwiese und gegen die Zerstörung des historischen Ortskerns eingesetzt“, so Dr. Heike Rosendahl, Co-Sprecherin des GRÜNEN Regionalverbandes Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf. „Es ist bedauerlich, dass das gezeichnete Schreckensbild des Wegfalls der Nahversorgung bei der Mehrheit Gemeindevertreter*innen verfing.“

Der Handelsverband Berlin-Brandenburg warnt allerdings: Für zwei Märkte, 370 m nebeneinander gelegen, gibt es möglicherweise keine zwei Betreiber. Er empfahl der Gemeinde, unbedingt ein Konzept für Nachnutzung und möglichen Leerstand am jetzigen Standort zu erarbeiten. Doch das wischte die Edeka-Mehrheitebenso beiseite wie die Einwände aus der Einwohnerschaft.

„Der heutige Besitzer betreibt in Michendorf einen Markt in vergleichbarer Größe wie sein gegenwärtiger Markt in Zeuthen und ist mit der Fläche bei uns im Ort sehr zufrieden, denn er macht hier wesentlich mehr Umsatz, teilte mir der Betreiber des Supermarktes erst im Sommer 2025 mit“, so Holger Pieplow (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Vorsitzender des Umweltausschusses der Zeuthener Gemeindevertretung. 

„Für uns sind Einwohnerbefragungen ein wichtiger Bestandteil einer modernen und lebenswerten Kommune. Sie stärken das Vertrauen in die Politik, verbessern die Qualität unserer Entscheidungen und fördern das Gemeinschaftsgefühl“, äußert sich Nina Gänsdorfer, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Gemeindevertretung Zeuthen. „Leider wurde diese Chance beim Edeka-Projekt in Miersdorf verpasst, obwohl sich das Ortsbild durch den Beschluss der Gemeindevertretung über Jahrzehnte hinweg für alle Bürgerinnen und Bürger verändern wird“, so Gänsdorfer weiter. 

Hinter den Kulissen spielt sich ein fragwürdiges Theaterstück um das große Geld ab. Die Nova-Gruppe, die den neuen Klotz errichten möchte, verdient enorm viel Geld nicht nur mit den zukünftigen Mieten, sondern auch mit einer gewaltigen Wertsteigerung eines Teilgrundstücks, den sie auf Vorrat vor vielen Jahren an diesem Platz schon gekauft hat. Sie gebraucht den jetzigen Edeka-Betreiber, um die Gemeindevertretung mit der fragwürdigen Aussage „nur mit dem Koloss gibt es noch Lebensmittel in Miersdorf“, zu beeindrucken. Auf der anderen Seite steht der Vermieter des heutigen Edeka, ein ungarischer Finanzinvestor. Er hat aus Sicht von Bündnis 90/DIE GRÜNEN mit der Gemeinde nicht ausreichend über die Zukunft des jetzigen Standorts gesprochen. Klar ist: Vermieter und Mieter blockieren sich gegenseitig. Edeka Bogisch wirft seinem Vermieter vor, dass dieser jede Modernisierung und Erweiterung ablehne. Sein Vermieter wiederum beklagt, dass Bogisch unbedingt in den Riesenmarkt umziehen wolle, mit ihm über Erweiterung nicht spreche und sich ausschweige, ob er die Verlängerungsgarantie für den Mietvertrag wahrnehmen wolle. Zum Erhalt des jetzigen Standorts wurde viel zu wenig unternommen, stellte eine Vertreterin des NABU fest. Die Aussage des Bürgermeisters zu diesem Komplex stellt auch nicht zufrieden: Das seien Dinge unter Eigentümern und Mietern, auf die wir keinen Einfluss hätten. 

Letztlich gab die „Edeka-Mehrheit“ dem neuen Investor den Weg frei. Er kann vergoldete Weihnachten feiern. Feuchtwiese und der Charakter des Ortszentrums werden den Gewinnabsichten von Investoren geopfert.


Pressemitteilung vom 14. Dezember 2025

Gemeindevertretung beschließt rechte Symbolpolitik – Bürgermeister in spe sucht Nähe zur AfD

Vor Rathaus, Malven-Grundschule, Feuerwehrgerätehaus und Bauhof sollen in Zukunft jeden Tag die Bundesfahne, die Fahne Brandenburgs und die der Gemeinde gehisst werden. Eine knappe Mehrheit in der Schulzendorfer Gemeindevertretung stimmte am 10. Dezember 2025 für die Beschlussvorlage der AfD-Fraktion. In namentlicher Abstimmung stimmten die Fraktionen von Die Linke & Bündnis 90/DIE GRÜNEN und die der SPD gemeinsam mit dem scheidenden Bürgermeister Markus Mücke  geschlossen gegen die Beschlussvorlage. Für die rechte Symbolpolitik stimmten die AfD-Fraktion, und die Wählergruppen „Gemeinsam für Schulzendorf“ um Peter Schulze und „Bürgerbündnis / Freie Wähler“ um Ramona Brühl. Ein uneinheitliches Bild lieferte die Fraktion CDU/FDP mit einer Ablehnung, einer Enthaltung und einer Zustimmung, ausgerechnet von Bürgermeister in spe Markus Witteck.
„Dass ein solcher Antrag von der AfD eingebracht wird, war zu erwarten. Ähnliche Anträge wurden in anderen Gemeinden und auch in den Kreistag eingebracht, in unserer Region  jedoch nicht beschlossen“, so Gunnar Christiansen, Co-Sprecher des GRÜNEN Regionalverbandes Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf. „Erschütternd ist, dass die AfD in dieser auf Ausgrenzung zielenden Politik Unterstützung anderer Fraktionen erhält. Besonders problematisch ist, dass Schulzendorfs zukünftiger Bürgermeister, Markus Witteck von der CDU, hier mit der AfD zusammengeht. Ihm ist schon jetzt, vor Amtsantritt, der Kompass abhanden gekommen. Die Schulzendorfer*innen müssen alarmiert sein.“ 
Die AfD-Fraktion begründet die Vorlage damit, so den Gemeinsinn der Schulzendorfer*innen stärken zu wollen. Sie sehe den Zusammenhalt der Gemeinde und Nation als „Schicksals- und Bekenntnisgemeinschaft“ bedroht und sehe in dem permanenten Zeigen der Deutschlandfahne, der brandenburgischen und Schulzendorfer Farben ein geeignetes Mittel, die von ihrem als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Landesverband selbst immer wieder befeuerte Spaltung der Gesellschaft zu begegnen. 
„Unter Markus Witteck als Fraktionsvorsitzendem und Guido Thieke als Vorsitzendem der Gemeindevertretung irrlichtert die Schulzendorfer CDU seit Monaten politisch im rechten Sumpf umher“, sagt Andreas Körner, Bündnisgrüner Gemeindevertreter in Schulzendorf. „Sie verharmlosen die AfD und suchen immer wieder Mehrheiten und den Schulterschluss mit ihnen. Mit Kommunalpolitik hatte der Antrag der AfD nichts zu tun. Spätestens jetzt müsste allen klar sein, dass der politische Arm von Höcke & Co. bis in die Gemeindevertretung von Schulzendorf reicht“, so Körner weiter. 
„Der Beschluss richtet sich gegen sichtbare Vielfalt, z.B. bei der Pride Week und ihrem Zeichen, der Regenbogenflagge. Er richtet sich gegen den Einsatz der Bürgermeister weltweit für Frieden und das Zeigen der „Mayors for Peace“-Fahne  und unterbindet das Zeigen von Jubiläumsfahnen, wie z.B. anlässlich der 650-Jahr-Feier unserer Gemeinde. Und er ist antieuropäisch, lässt sie doch das erfolgreichste Friedensprojekt unseres Kontinents, die europäische Integration, unter den Tisch fallen. Und das, obwohl das europäische Haus gemeinsamer Auftrag der Landesverfassung und des Grundgesetzes ist“, so Christiansen abschließend.


Pressemitteilung vom 17. Juni 2025

Schulzendorf: Bündnis90/DIE GRÜNEN und Die Linke wählen Gunnar Christiansen zum Bürgermeisterkandidaten

Gunnar Christiansen tritt bei der Bürgermeisterwahl in Schulzendorf am 5. Oktober 2025 für Bündnis 90/DIE GRÜNEN und die Linke an. In einer gemeinsamen Aufstellungsversammlung wählten ihn Mitglieder beider Parteien am 17. Juni 2025 zum gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten.

In seiner Bewerbungsrede sprach Christiansen nicht nur über die Herausforderungen, denen sich Schulzendorf stellen muss, sondern auch die Chancen, die sich seinem Wohnort bieten. Er zeichnete das Bild eines Schulzendorfs, in dem sich Familien zuhause fühlen, Kinder beste Bildungschancen haben und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird. Eine verlässliche Betreuung, eine gesunde Infrastruktur, gute Bildung vor Ort und Begegnungsorte für alle Generationen stehen für ihn dabei im Mittelpunkt. Die enge Zusammenarbeit der umliegenden Gemeinden ist dabei für Christiansen der Schlüssel zum Erfolg.

„Ich möchte mich dafür einsetzen, dass sich Familien auf die Gemeinde verlassen können, z.B. bei der Kitabetreuung“, sagte Gunnar Christiansen in seiner Bewerbungsrede. Er kündigte an, sich für Schulzendorf als Bildungsort einzusetzen und gemeinsam mit den Nachbarkommunen in Schulzendorf voranzubringen.

Gunnar Christiansen ist seit September 2024 Co-SPrecher des Regionalverbandes Bündnis 90/DIE GRÜNEN ZEWS. In der Gemeindevertretung Schulzendorf engagiert er sich als Sachkundiger Einwohner im Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport. Der 40-Jährige wohnt in Schulzendorf, ist verheiratet und Vater von drei Töchtern.


Pressemitteilung vom 28. April 2025:

Gunnar Christiansen zum Bürgermeisterkandidaten gewählt

Gunnar Christiansen tritt bei der Bürgermeisterwahl am 5. Oktober 2025 für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Schulzendorf an. Die Mitglieder des Regionalverbandes Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf wählten ihn am 28. April 2025 auf einer Mitgliederversammlung offiziell zum Kandidaten.

In seiner Bewerbungsrede sprach Christiansen nicht nur über die Herausforderungen, die sich durch den fehlenden Haushalt der Gemeinde ergeben, sondern betonte auch die Chancen, die er für Schulzendorf sieht. Er zeichnete das Bild eines Schulzendorfs, in dem Familien sich zuhause fühlen, Kinder beste Bildungschancen haben und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird. Verlässliche Kitas und neue Begegnungsräume für alle Generationen stehen für ihn dabei im Mittelpunkt.

„Ich möchte, dass Eltern in Schulzendorf sich darauf verlassen können, dass die Kita offen ist – auch im Winter. Und ich will Räume schaffen, in denen sich Menschen begegnen, Gemeinschaft erleben und unsere Gemeinde zusammenwächst“, sagte Gunnar Christiansen in seiner Bewerbungsrede.

Gunnar Christiansen ist seit September 2024 Co-Sprecher des Regionalverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ZEWS. In der Gemeindevertretung Schulzendorf engagiert er sich als Sachkundiger Einwohner im Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport. Der 40-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Töchtern.