Rückschau auf die letzte Sitzung Gemeindevertretung: Gemeinsam gegen Fluglärm, einsam für die Zeuthener Heide

 

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Die vergangene Sitzung der Gemeindevertretung wurde von den
allgegenwärtigen Störungen durch den Fluglärm bestimmt. Dabei wurde deutlich,
dass es zwei Probleme gibt: Zum einen der Fluglärm, der aus dem Ausfasern der
Hoffmannkurve resultiert und zum anderen der Fluglärm, der durch die Nutzung
des 15-Grad-Knicks anstelle der Hoffmannkurve entsteht. Zwischen Verwaltung,
den Fraktionen und Dirk Schulz als ehrenamtlich Entsandten Zeuthens in der
Fluglärmkommission gibt es eine große Einigkeit in dem Wunsch, dass hier
schnell Abhilfe geschaffen wird und entsprechende Schritte wurden – soweit von
kommunaler Seite aus möglich – eingeleitet. Was uns in Zeuthen bislang fehlt,
ist ein klarer Ansprechpartner in der Gemeinde für die Anfragen und Hinweise
der BürgerInnen in der Angelegenheit und eine transparente Kommunikation,
welche Schritte bereits eingeleitet wurden. Wir haben als Fraktion den
Vorschlag eingebracht, hier eine feste Stelle eines kommunalen
Fluglärmbeauftragten zu schaffen und werden diesen Vorschlag im kommenden
Finanzausschuss am 7.09.21 als Beschlussvorlage behandeln. An die BürgerInnen
können wir nur appellieren: Informieren Sie sich auf
zeuthen-gegen-fluglaerm.de, schreiben Sie dem Fluglärmbeauftragten des BERs
sowie der Deutschen Luftsicherung und werden Sie dort Ihren berechtigten Ärger
los.

Weitere Themen auf der Agenda war der Beschluss, dass in
Zeuthen zukünftig zum Tag gegen Homophobie die Regenbogenflagge gehisst wird,
als Zeichen der Toleranz. Zeuthen bekennt hier im wahrsten Sinne des Wortes Farbe
und wir freuen uns besonders, dass dieser Antrag von allen Fraktionen gemeinsam
eingebracht wurde. 

Mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde unser Vorstoß, die genaue
Platzierung des zukünftigen Schulstandortes innerhalb der riesigen dafür
vorgesehenen Waldfläche in der Zeuthener Heide vor dem Start des
Bebauungsplanverfahrens in Varianten zu untersuchen. Unser Ziel war es, den
Schaden, der ohnehin für Natur und AnwohnerInnen nicht zu vermeiden sein wird,
so gering wie möglich zu halten. Wir hätten uns auch für die AnwohnerInnen
schnell Klarheit darüber gewünscht, mit welcher Anordnung und Zuwegung sie zu
rechnen haben. Wir finden es bedenklich, wenn eine Mehrheit der GVT diese
Verantwortung allein dem Bauherren zuschiebt, statt unsere Gestaltungshoheit hier
so weit wie möglich zu nutzen.

Anika Darmer, Janina Böhm und Jonas Reif für die Fraktion
Bündnis 90/ Die Grünen