Pressemitteilung vom 01.07.2026
Grüner Regionalverband begrüßt Kreistagsentscheidung für Gesamtschule in Schulzendorf
Der Kreistag Dahme-Spreewald hat am 01.07.2026 einstimmig die Errichtung einer Gesamtschule in Schulzendorf beschlossen. Der Grüne Regionalverband Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf sieht darin einen wichtigen Schritt, dringend benötigte Schulplätze zu schaffen und die Kommunen im Norden des Landkreises zu entlasten.
„Damit werden wir in absehbarer Zeit gute Bildung auf kurzen Wegen erreichen“, sagt Dr. Heike Rosendahl, Co-Sprecherin des Regionalverbandes. „Wir wachsen als Region – und deshalb braucht es zusätzliche Schulangebote hier bei uns im Norden des Landkreises.“
Für die Grünen ist eine zusätzliche weiterführende Schule in Zeuthen, Eichwalde, Wildau oder Schulzendorf seit langem ein zentrales Anliegen. Der Kreistagsbeschluss ist nun ein wichtiger Schritt, denn er schafft die Grundlage dafür, dass Schülerinnen und Schüler künftig längere Wege vermeiden können und ein gutes Bildungsangebot vor Ort finden. Der Grüne Regionalverband fordert, den Weg zur Umsetzung dieses Beschlusses konsequent und beherzt zu beschreiten und Planungs- und Entscheidungsprozesse voranzubringen.
Schulzendorf hatte bereits bis 2005 eine Oberschule. Seitdem mussten Kinder für den weiteren Schulbesuch ihren Heimatort verlassen. „Schulzendorf als Bildungsort: Genau diesem Ziel kommen wir mit der interkommunalen Grundschule Schönefeld-Schulzendorf und nun mit dem Beschluss zur Gesamtschule wieder einen großen Schritt näher“, so Gunnar Christiansen, Co-Sprecher des Regionalverbandes und sachkundiger Einwohner in der Schulzendorfer Gemeindevertretung. „Dass Kinder künftig in ihrem Ort zur Schule gehen können und auch andere Kinder aus unserer Region in unserem schönen Ort beschult werden können, ist ein Gewinn für Schulzendorf – und wir hoffen zugleich auf moderne Sport- und Begegnungsstätten, etwa einen Jugendclub“, so Christiansen weiter.
Pressemitteilung vom 18.04.2026
Schulzendorf: Starkes Elternengagement rettet interkommunale Grundschule – erneut
Auch wenn die interkommunale Grundschule Schönefeld-Schulzendorf noch jung ist, wurde sie wiederholt in der Gemeindevertretung infrage gestellt. Die Fraktion „Gemeinsam für Schulzendorf“ wollte in der Sitzung der Gemeindevertretung am 14.04.2026 den Bürgermeister beauftragen, diese landesweit Zusammenarbeit zu beenden. Sie scheiterte mit dieser Beschlussvorlage – zur Erleichterung vieler Eltern.
„Wir wissen, dass unsere Gemeinde weiter wachsen und damit auch weiter Schulplätze brauchen wird“, sagte Gunnar Christiansen, Co-Sprecher des GRÜNEN Regionalverbandes Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf. „Wir wissen auch, dass die Gemeinde selbst keine eigene Schule wird errichten können und dass die Malven-Grundschule nicht weiter ausgebaut werden kann. Die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Schönefeld kommt hier wie gerufen“, so Christiansen weiter.
Die Bereitstellung von Grundschulplätzen gehört zu den Pflichtaufgaben der Gemeinden, und gemeinsam mit Schönefeld wird Schulzendorf diese Aufgabe erfüllen. Was Kritiker*innen hier zu vergessen scheinen: Bildung kostet, hat aber auch einen Wert. Jede Investition in die Bildung ist eine in die Zukunft unserer Kinder. Selten war eine Sitzung der Gemeindevertretung besser besucht als an diesem Tag: Viele Schulzendorfer*innen kamen zu der Sitzung der Gemeindevertretung Schulzendorf am 14. April 2026 und machten in der Einwohner*innenfragestunde deutlich, dass es sich bei der Schule nicht um ein abstraktes Projekt handelt, sondern ein mit Leben gefüllter, täglich besuchter Lernort, ein fester Bezugspunkt für viele Schulzendorfer Familien.
Nach langer Diskussion, in der die bekannten Argumente zum wiederholten Male ausgetauscht wurden, stimmten GRÜNE, Linke, SPD, CDU und FDP gegen die GfS-Vorlage, die nur vom GfS, der AfD und dem Bürgerbündnis unterstützt wurde. „Damit ist ja nun zu erkennen, wem gute Bildung weniger wichtig zu sein scheint“, so Gunnar Christiansen, der auch Sachkundiger Einwohner im Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport der Schulzendorfer Gemeindevertretung Schulzendorf ist. Bereits im Spätsommer 2024 wurde versucht, diese einzigartige Schulform zu kippen, auch damals verhinderten zahllose engagierte Eltern Schlimmeres.
Bis der Schulbau zum Schuljahr 2028/29 an der Miersdorfer Straße fertig wird, wird eine Interimslösung in Waltersdorf genutzt werden. Wir hoffen, dass die Schule bis dahin nicht mehr immer wieder infrage gestellt wird. – Damit die Schule weiter wachsen und die Schüler*innen gemeinsam lernen können.