Pressemitteilung vom 07.09.2026
Neue Hoffnung für Zeuthens Seestraße: Baumerhalt wird Thema im Umweltausschuss
Die neuen Erkenntnisse des AlleenForums Sachsen e.V. zur möglichen Rettung der 261 Linden an der Seestraße sollen im Umweltausschuss der Zeuthener Gemeindevertretung beraten werden. Die Grünen setzen sich dafür ein, die geplanten Fällungen auszusetzen und alle Alternativen für den Erhalt der Allee zu prüfen.
Zeuthen, 07.09.2026 – Die geplante Fällung von 261 Linden entlang der Seestraße steht erneut auf dem Prüfstand. Anlass ist eine aktuelle Stellungnahme des AlleenForums Sachsen e.V. Darin kommt der Vorsitzende Dr.-Ing. Ditmar Hunger, ein ausgewiesener Fachmann für nachhaltigen Straßenbau und den Schutz von Alleen, zu dem Schluss, dass die Fällung der Bäume möglicherweise nicht zwingend erforderlich ist.
Nach Einschätzung des AlleenForums könnten der grundhafte Ausbau der Straße und die notwendige Leitungsverlegung so geplant und umgesetzt werden, dass die bestehende Lindenallee weitgehend erhalten bleibt und sogar wiederhergestellt werden kann. Vor einer endgültigen Entscheidung sollten daher die tatsächlichen Wurzelverläufe durch Suchgrabungen untersucht und alternative Bau- und Leitungsverfahren geprüft werden.
Die aktuellen Planungen für den Ausbau der Seestraße sind bereits mehr als zehn Jahre alt. Zwar hat das Oberverwaltungsgericht festgestellt, dass die bisherige Planung rechtsfehlerfrei aufgestellt worden ist. „Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht fachlich weiterentwickelt werden kann oder sollte“, so Gunnar Christiansen, Co-Sprecher des Grünen Regionalverbandes Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf, „In die ursprüngliche Planung konnten die neuesten Erkenntnisse zum Baumschutz und zum technischen Erhalt von Alleen noch nicht einfließen.“
Diese neuen Erkenntnisse sollen auch Thema im Umweltausschuss der Zeuthener Gemeindevertretung werden. Dort soll am 08.09.2026 beraten werden, welche weiteren Untersuchungen notwendig sind und wie der Schutz der alten Linden in die Planung einbezogen werden kann. Ziel muss es sein, eine ergebnisoffene Prüfung zu ermöglichen, bevor unumkehrbare Fakten geschaffen werden.
„Alleen sind unersetzliche Helfer gegen die Klimakrise: Sie kühlen die Umgebung und mildern durch ihre Baumkronen die Auswirkungen von Wind und Starkregen ab. Sie spielen im Lärmschtz eine wesentliche Rolle. Zudem filtern sie Staub, Ruß und Abgase direkt am Straßenrand. Jeder einzelne Baum steigert unsere Lebensqualität“, erklärt Nina Gänsdörfer, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Zeuthen.
Die Linden an der Seestraße sind überwiegend 90 bis 100 Jahre alt. Sie spenden Schatten, senken die Temperaturen im Straßenraum, binden CO₂, filtern Schadstoffe und bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Junge Ersatzpflanzungen können diese ökologischen und klimatischen Leistungen über viele Jahrzehnte nicht gleichwertig ersetzen.
Auch die historische Bedeutung der Allee spricht für ihren Erhalt. Die Bäume prägen das Ortsbild und gehören zur Geschichte Zeuthens. Der geplante Umbau sollte deshalb nicht dazu führen, die Allee vollständig zu beseitigen. Vielmehr könnte er genutzt werden, um bestehende Lücken zu schließen und die historische Baumstruktur langfristig zu stärken.
Neben dem Baumerhalt muss aus Sicht der Grünen auch der Umgang mit Regenwasser neu bewertet werden. Durchlässige Beläge, abgesenkte Baumscheiben, Versickerungsmulden und eine gezielte Bewässerung der Wurzelbereiche könnten dazu beitragen, das Wasser vor Ort zu halten. Das würde die Linden unterstützen, die Kanalisation entlasten, Kosten senken und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung leisten.
Der GRÜNE Regionalverband fordert deshalb:
- ein Moratorium für die geplanten Fällungen,
- unabhängige Suchgrabungen zur Untersuchung der Wurzelsituation,
- die Prüfung alternativer Bau- und Leitungsverfahren,
- ein Konzept zur Versickerung und Nutzung des Regenwassers vor Ort,
- eine Bewertung der ökologischen und stadtklimatischen Leistungen der vorhandenen Bäume,
- den Erhalt der Tempo-30-Regelung,
- sowie eine Überarbeitung der Planung mit dem Ziel, die Lindenallee zu bewahren und bestehende Lücken nachzupflanzen
„Die neuen fachlichen Hinweise zeigen, dass es Alternativen geben könnte. Diese müssen jetzt sorgfältig geprüft werden“, so Nina Gänsdörfer. „Zeuthen hat mit seiner Lindenallee einen wertvollen Schatz. Wir sollten alles daransetzen, ihn zu erhalten und für kommende Generationen zu sichern.“
Pressemitteilung vom 01.07.2026
Grüner Regionalverband begrüßt Kreistagsentscheidung für Gesamtschule in Schulzendorf
Der Kreistag Dahme-Spreewald hat am 01.07.2026 einstimmig die Errichtung einer Gesamtschule in Schulzendorf beschlossen. Der Grüne Regionalverband Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf sieht darin einen wichtigen Schritt, dringend benötigte Schulplätze zu schaffen und die Kommunen im Norden des Landkreises zu entlasten.
„Damit werden wir in absehbarer Zeit gute Bildung auf kurzen Wegen erreichen“, sagt Dr. Heike Rosendahl, Co-Sprecherin des Regionalverbandes. „Wir wachsen als Region – und deshalb braucht es zusätzliche Schulangebote hier bei uns im Norden des Landkreises.“
Für die Grünen ist eine zusätzliche weiterführende Schule in Zeuthen, Eichwalde, Wildau oder Schulzendorf seit langem ein zentrales Anliegen. Der Kreistagsbeschluss ist nun ein wichtiger Schritt, denn er schafft die Grundlage dafür, dass Schülerinnen und Schüler künftig längere Wege vermeiden können und ein gutes Bildungsangebot vor Ort finden. Der Grüne Regionalverband fordert, den Weg zur Umsetzung dieses Beschlusses konsequent und beherzt zu beschreiten und Planungs- und Entscheidungsprozesse voranzubringen.
Schulzendorf hatte bereits bis 2005 eine Oberschule. Seitdem mussten Kinder für den weiteren Schulbesuch ihren Heimatort verlassen. „Schulzendorf als Bildungsort: Genau diesem Ziel kommen wir mit der interkommunalen Grundschule Schönefeld-Schulzendorf und nun mit dem Beschluss zur Gesamtschule wieder einen großen Schritt näher“, so Gunnar Christiansen, Co-Sprecher des Regionalverbandes und sachkundiger Einwohner in der Schulzendorfer Gemeindevertretung. „Dass Kinder künftig in ihrem Ort zur Schule gehen können und auch andere Kinder aus unserer Region in unserem schönen Ort beschult werden können, ist ein Gewinn für Schulzendorf – und wir hoffen zugleich auf moderne Sport- und Begegnungsstätten, etwa einen Jugendclub“, so Christiansen weiter.
Pressemitteilung vom 18.04.2026
Schulzendorf: Starkes Elternengagement rettet interkommunale Grundschule – erneut
Auch wenn die interkommunale Grundschule Schönefeld-Schulzendorf noch jung ist, wurde sie wiederholt in der Gemeindevertretung infrage gestellt. Die Fraktion „Gemeinsam für Schulzendorf“ wollte in der Sitzung der Gemeindevertretung am 14.04.2026 den Bürgermeister beauftragen, diese landesweit Zusammenarbeit zu beenden. Sie scheiterte mit dieser Beschlussvorlage – zur Erleichterung vieler Eltern.
„Wir wissen, dass unsere Gemeinde weiter wachsen und damit auch weiter Schulplätze brauchen wird“, sagte Gunnar Christiansen, Co-Sprecher des GRÜNEN Regionalverbandes Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf. „Wir wissen auch, dass die Gemeinde selbst keine eigene Schule wird errichten können und dass die Malven-Grundschule nicht weiter ausgebaut werden kann. Die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Schönefeld kommt hier wie gerufen“, so Christiansen weiter.
Die Bereitstellung von Grundschulplätzen gehört zu den Pflichtaufgaben der Gemeinden, und gemeinsam mit Schönefeld wird Schulzendorf diese Aufgabe erfüllen. Was Kritiker*innen hier zu vergessen scheinen: Bildung kostet, hat aber auch einen Wert. Jede Investition in die Bildung ist eine in die Zukunft unserer Kinder. Selten war eine Sitzung der Gemeindevertretung besser besucht als an diesem Tag: Viele Schulzendorfer*innen kamen zu der Sitzung der Gemeindevertretung Schulzendorf am 14. April 2026 und machten in der Einwohner*innenfragestunde deutlich, dass es sich bei der Schule nicht um ein abstraktes Projekt handelt, sondern ein mit Leben gefüllter, täglich besuchter Lernort, ein fester Bezugspunkt für viele Schulzendorfer Familien.
Nach langer Diskussion, in der die bekannten Argumente zum wiederholten Male ausgetauscht wurden, stimmten GRÜNE, Linke, SPD, CDU und FDP gegen die GfS-Vorlage, die nur vom GfS, der AfD und dem Bürgerbündnis unterstützt wurde. „Damit ist ja nun zu erkennen, wem gute Bildung weniger wichtig zu sein scheint“, so Gunnar Christiansen, der auch Sachkundiger Einwohner im Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport der Schulzendorfer Gemeindevertretung Schulzendorf ist. Bereits im Spätsommer 2024 wurde versucht, diese einzigartige Schulform zu kippen, auch damals verhinderten zahllose engagierte Eltern Schlimmeres.
Bis der Schulbau zum Schuljahr 2028/29 an der Miersdorfer Straße fertig wird, wird eine Interimslösung in Waltersdorf genutzt werden. Wir hoffen, dass die Schule bis dahin nicht mehr immer wieder infrage gestellt wird. – Damit die Schule weiter wachsen und die Schüler*innen gemeinsam lernen können.