Landschaftsschutzgebiet „Heideberg und Zeuthener Winkel Süd“ auf den Weg gebracht

In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden zahlreiche
größere Bauvorhaben in Zeuthen auf den Weg gebracht, die weitestgehend auf dem gemeindlichen
Flächennutzungsplan aus dem Jahr 2000 basieren. Schon damals war auch den
Planern klar, dass dies mit dem Verlust von Freiflächen, Natur und seltenen
Fällen sogar von Wald verbunden ist. Deshalb haben sie konkrete Vorschläge
gemacht, wie und wo Natur erhalten werden soll – für Pflanzen, Tiere aber vor auch
für den Menschen als Naherholungsgebiet. Einer dieser Vorranggebiete sollte ein
87 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet „Heideberg und Eichengrund“ im Norden
der Gemeinde sein, welches bis nach Schulzendorf reicht. Neben dem namensgebenden Heideberg, der allen Zeuthenern sicherlich ein Begriff ist,
sollte das Gebiet auch die nacheiszeitlich entstandene Abflussrinne des
Ebbegrabes umfassen, die sich zur Nachbargemeinde zur einer größeren Niederung aufweitet.
Nach Osten hin sollte das Gebiet bis fast zu Bahntrasse reichen und damit auch
große Wiesen enthalten. Die über 150 Jahren alten Eichen befinden sich vorwiegend
am Übergangsbereich zwischen Wald und Freifläche, das wohl markanteste Exemplar
direkt an der Flutgrabenbrücke.

Blau: Gebietsvorschlag laut Flächennutzungsplan 2000, Rosa: potentielle Erweiterungsfläche LSG, Gelb: potentielle Ausgleichsfläche für Bebauung Zeuthener Winkel (Bildquelle: FNP Zeuthen, bearbeitet J.R.)

Auf Antrag der Grünen hat sich die Gemeinde Zeuthen
am 6.12.2022 nochmals bekräftigend für die Ausweisung des Landschaftsschutzgebiet ausgesprochen
und den Bürgermeister beauftragt, sich bei den für eine Ausweisung
verantwortlichen Stellen dafür einzusetzen. Statt der Bezeichnung „Heideberg und
Eichengrund“ wird jedoch der Name „Heideberg und Zeuthener Winkel Süd“ favorisiert.
Im Zuge der Ausweisung soll auch geprüft werden, ob das Landschaftsschutzgebiet
weiter nach Südwesten ausgedehnt werden kann. Auf Anregung anderer Fraktionen
sollen Grundstückeigentümer frühzeitig in den Prozess eingebunden werden.

Im Rahmen des Ausweisungsverfahren könnten die Flächen
hinsichtlich ihrer Tier- und Pflanzen-Ausstattung noch einmal näher untersucht und
Entwicklungsziele definiert werden. Neben der notwendigen Klimaanpassung (Waldumbau)
spielt das Gebiet eine große Rolle für den Bodenwasserhaushalt und die nächtliche
Abkühlung an heißen Sommertagen. Aber auch die Integration von neuen
Waldspielplätzen (nicht nur für Kinder) oder Hundefreilaufflächen scheint hier
möglich. Vor allem im Zuge der weiteren Bebauung im nördlichen Zeuthener Winkel
ist die Sicherung von großflächigen Naherholungsflächen dringender geboten denn
je.