Neue Grundschule: Nicht reden, sondern handeln

Die „Grundschule am Wald“ ist kapazitätsmäßig nahe dem Anschlag, der Hort ist schon jetzt zu 100% belegt. Nachdem im Schulhjahr 2016/17 5-zügig eingeschult wurde und dies nach derzeitigem Kinderzahlen-Stand keine Ausnahme bleiben dürfte, besteht deutlicher Handlungsbedarf. Die Verwaltung hat im letzten Herbst eine Studie in Auftrag gegeben, wie weitere Hortplätze geschaffen werden können – auf dem bestehenden Gelände oder an nahe gelegenen Standorten. Im Sozialauschuss am 17.Januar wurde nun ein weiteres Gebäude auf dem bestehenden Schulgelände vorgeschlagen. Dieses fand bei etlichen Gemeindevertretern und Mitglieder der Schule wenig Anklang. Dadurch würde nicht nur das Gelände verbaut und neue Probleme geschaffen (Fahrradstellplätze auf dem Bürgersteig), sondern auch mit hohem Finanzaufwand relativ wenig erreicht.
Bereits im letzten Jahr sprachen sich daher mehrere Gemeindevertreter für einen Schulneubau im Zeuthener Winkel aus. Angesichts ähnlicher Probleme in Eichwalde und Schulzendorf ließe sich vielleicht eine gemeinsame Lösung finden. Die Fraktion GRÜNE/FDP geht jetzt mit Unterstützung weiterer Fraktionen in die Offensive und fordert eine Machbarkeitsstudie zum Grundschulneubau ein, bei der ein konkreter Standort im Gebiet des Zeuthener Winkels gefunden werden soll. Die Gemeinde Zeuthen besitzt zwar noch ein Grundstück im Zeuthener Winkel (gegenüber der Eichwalder Kita Pinocchio), dieses ist aber viel zu klein. Aus Sicht der Fraktion könnte zum Beispiel die Lagerplatzfläche des Eichwalder Bauhof (Flurstück 7, siehe

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) geeignet sein. Sie ist in etwa so groß wie das Grundstück der „Grundschule am Wald“ und würde somit den Bau einer 3-zügigen Grundschule ermöglichen. Interessenkonflikte sind durch ausreichende Abstandsflächen zur Wohnbebauung kaum zu befürchten.

Ein Nachteil des Zeuthener Winkels sei aber nicht verschwiegen: Er liegt näher an den BER-Flugrouten als die bisherige Schule. Ein entsprechend hoher baulicher Schallschutz wäre hier zwingend erforderlich.

Egal welche Fläche letztlich in der Machbarkeitsstudie vorschlagen wird, so bedarf es noch vieler Abstimmungen, Plan-Änderungen (Flächennutzungsplan) bzw. -Aufstellungen (Bebauungsplan) sowie der Klärung der Kostenteilung, bevor eine Schule gebaut werden kann. Sollten die Prognosen stimmen, dass 2019/20 die „Grundschule am Wald“ vollständig belegt ist, dann ist bereits jetzt konsequentes, mit den Nachbargemeinden abgestimmtess Handeln erforderlich.